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Jahreshauptversammlung 2009

Kein "Gehalt" für EinsätzeStützpunktfeuerwehr rückt 50 Mal aus - Ab sofort zuständig für eintlaufene Hunde
Dingelstädt. Auf die Feuerwehr in Dingelstädt wartet eine neue Aufgabe. Fortan muss sie abends und am Wochenende ausgebüxte Hunde einfangen, sagte Stadtbrandmeister Ansgar Nolte. Zuvor fiel dies in die Zuständigkeit des Ordnungsamtes. Dort sind allerdings zwei Mitarbeiter altersbedingt ausgeschieden. Wegen dünner Personaldeke muss die Feuerwehr nun außerhalb der Dienstzeiten der Behörde ausrücken. Die Stadt will der Wehr jetzt die entsprechende Ausrüstung kaufen , hieß es auf der Hauptversammlung.


50 Einsätze hat die Stützpunktfeuerwehr vergangenes Jahr gefahren. Das sind laut Nolte in etwa so viele wie im Jahr zuvor. "Die Statistik im Landkreis Eichsfeld zeigt, dass unsere Feuerwehr an dritter Stelle in der Einsatzhäufigkeit liegt." Im Einzelnen: Achtmal brannte es, 27 Mal war eine Hilfeleistung gefragt. Allerdings gab es auch sechs Fehleinsätze. Die Dingelstädter waren insgesamt mehr als 500 Stunden im Einsatz. Hinzukommen noch über 280 Stunden Übungsdienste. "Insgesamt sind 334 Kameraden eingesetzt worden, die mit den Fahrzeugen eine Strecke von 283 Kilometer zurücklegten", hat der Stadtbrandmeister errechnet. Die Stützpunktfeuerwehr ist für die Verwaltungsgemeinschaften Dingelstädt und Westerwald zuständig.


In diesem Jahr wird der Fuhrpark der Feuerwehr erneuert. Ein Löschfahrzeug soll ab Oktober im Gerätehaus stehen. Derzeit werde auf die Lieferung des Fahrgestells gewartet, sagte Nolte. Danach werd die spezielle Technik darauf montiert. Ein altes Einsatzfahrzeug aus dem Jahr 1966 soll dafür in Ruhestand geschickt werden. Die Partnerwehr aus dem Sauerland hatte es nach der Wende den Dingelstädtern zur Verfügung gestellt. Gerätewart Rainer Schäfer sorgt seit Jahren dafür, dass der Wagen trotz betagtem Alter funktionstüchtig ist.


32 Einsatzkräfte können im Ernstfall helfen, sofern sie nicht berufsbedingt verhindert sind. "Um unsere Einsatzbereitschaft am Tage sieht es nicht rosig aus", erklärte Nolte. Deshalb hätten sich alle Wehren der VG Dingelstädt zusammengetan. Bei größeren Einsätzen werden die Wehren über eine ortsübergreifende Alarmschleife zu den Unglücksorden geschickt. Diese sei seit gut einem viertel Jahr in Betrieb und wurde bis jetzt einaml alarmiert.
In Thüringen wird im März die Feuerwehrrente als Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht - so war es geplant. Offenbar soll dies nun eine freiweillige Leistung der Kommunen werden, um langjähriges Engagement zu ehren. "Dies finde ich nicht für richtig, denn dann können sich nur finanziell gut gestellte und auch der Feuerwehr gut gesinnte Gemeinden so etwas leitsten" sagte der Stadtbrandmeister. Brandschutz sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Eine Entlohnung, wie es sie seit wenigen Monaten in Gebesee bei Sömmerda gibt, "finde ich noch katastrophaler". Dort werde jedem am Einsatz Teilgenommenen 20 Euro ausgezahlt. Nicht jeder könne stehts und ständig einsatzbereit sein. Nahc Ansicht von Ansgar Nolte sollten dabei auch die Ausbildungsdienste berücksichtigt werden.


Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag gab es nach dem Rückblick auf das Jahr 2008 Auszeichnungen: Mathias Beil ist nun Oberfeuerwehrmann und Nico Küntzelmann Feuerwehrmann. Gedankt wurde dem früheren Ordnungsamtsleiter Jochen Schäfer und Simone Kirchberg für die Betreuung der Homepage der Wehr.
(Quelle: TLZ,09.03.09)